Trost für Trauernde

Kennen Sie jemanden im Familien- oder Freundeskreis, der in den letzten Tagen oder Wochen von einem Angehörigen Abschied nehmen musste? Besonders in der Weihnachtszeit empfindet man den Schmerz noch stärker und leidet man noch mehr unter einem solchen Verlust. Das ist ein Anlass, jemandem mit einer Karte Trost zu spenden und auf diese Weise zumindest einen kleinen Lichtstrahl ins Dunkel zu bringen.

Es ist wirklich nicht einfach in einer solchen Situation die richtigen Worte zu finden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall eine Karte besonders liebevoll und hoffentlich auch trostreich zu gestalten statt eine vorgedruckte Beileidskarte zu schicken. Dadurch spürt der Empfänger, dass Sie sich mit ihm verbunden fühlen und wirklich Anteil nehmen. Je nachdem wie gut Sie den oder die Verstorbene/n kannten, lassen sich Worte finden, die Sie auf die Karte schreiben können. Schreiben Sie aus dem Grunde Ihres Herzens. Aber natürlich kann man auch die Bibel zurate ziehen, weil dort Worte des Trostes stehen, die die Jahrtausende überdauern. Zu diesem reichhaltigen Fundus gehört zum Beispiel folgender Vers aus der Bibel:

Wer an mich glaubt, wird leben auch wenn er stirbt, sagte Jesus. Denn er ist die Auferstehung und das Leben.

Johannes 11,25

In der Offenbarung 21,4 findet man folgendes trostreiches Versprechen:

Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein.

Wenn diese Worte auch nicht sofort helfen, aber mit der Zeit und beim späteren Lesen können sie trösten. Ein weiterer Spruch, der Seelenfrieden bringen kann, lautet:

Leg deine Sorgen

in Gottes Hand

ER wird dir seinen Frieden

in dein Herz legen.

Mit solchen Worten können Sie zeigen, dass Sie an der Seite der Trauernden sind,  und das nicht nur in der ersten Zeit direkt nach dem Tod eines geliebten Menschen. In aller Regel erfahren die Angehörigen in den ersten Tagen und Wochen viel Zuwendung. Es kann jedoch sein, dass die Angehörigen gerade dann noch im Grunde genommen unter Schock stehen und die oft zahlreichen Beileidsbekundungen kaum als solche wahrnehmen können, weil sie in dieser Phase der Trauer vom Schmerz noch völlig überwältigt und damit im wahrsten Sinnen des Wortes untröstlich sind. Dafür sollte man Verständnis haben und Geduld zeigen.

Lassen Sie sich davon nicht entmutigen

Schicken Sie auch in der darauffolgenden Zeit immer wieder mal einen Gruß, um zu zeigen, dass Sie mit daran denken und niemand vergessen ist. Die direkten Angehörigen werden es sicherlich selbst signalisieren, wenn sie wieder für Zeichen der Anteilnahme und des Trostes aufnahmefähig sind. Sie werden es Ihnen danken, dass Sie nicht aufgegeben haben, sondern ihnen die notwendige Zeit gelassen haben. Man sollte bedenken, dass es in Zeiten großer Trauer kein müssen oder sollen gibt. Wer sich in tiefer Trauer befindet, braucht Zeit – seien Sie bereit und halten Sie Ihre Arme offen, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Karten sind in solchen Phasen ein sehr gutes Mittel, weil sie nicht aufdringlich sind und gleichzeitig zum Austausch einladen.

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