Karte zur Besinnung

Es werden viele Karten zu Weihnachten und Neujahr verschickt, oftmals ist ihr Ton heiter und beschwingt. Selbstverständlich kann man beim Schreiben solcher Karten auf die bekannten Grußformeln zurückgreifen. Oder wie wäre es speziell einmal mit einer Karte zur Besinnung?

In den Tagen zwischen den Jahren – oder auch Raunächte genannt – oder in oft schlaflosen Nächten geht so manchem Menschen vieles durch den Kopf. Wenn man darüber nachdenkt, was im vergangenen Jahr alles geschehen ist. Wer von uns gegangen ist, wer geboren wurde, was an sich an Freud und Leid ereignet hat und vor allem auch, was wohl das neue Jahr bringen mag.

Da ist Besinnung angesagt. Haben Sie schon mal eine solche Karte geschrieben und verschickt?

Gerade in einer so schnelllebigen Zeit mit so unfassbar vielen Nachrichten von einer friedlosen Zeit , tut es Not, innezuhalten und daran zu denken. In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir seine Flügel gebreitet? Wie oft wurden wir bewahrt, haben es als „Glück gehabt“ abgetan? Und dabei häufig vergessen auch nur mal Dank zu sagen. Wie viel aber wird geklagt, wenn etwas nicht so gegangen ist, wie wir es uns gewünscht hätten. Da wir keinen Sinn darin gesehen haben, und nach dem WARUM gefragt haben. Und doch keine Antwort darauf bekommen haben .

Friedliche Stille kann trösten

Gerade in der stillen Zeit mit vielen dunklen Stunden und harschem Wetter, kehrt vielleicht etwas Ruhe ein. Lassen Sie diese Ruhe zu und lassen Sie doch gleichzeitig andere an Ihren Gedanken teilhaben. Und mit dem neuen Jahr werden auch die Nächte wieder etwas kürzer und das Morgenrot am Himmel erinnert daran, dass Gott die Sonne immer  wieder aufgehen lässt.  Erinnerung und Besinnung geben der Seele Ruhe, ob in Gemeinschaft oder alleine. Es ist wichtig, diese Zeit zu nutzen. Es gibt besonders in den Alpenländern noch viele Bräuche, gerade für die Zeit zwischen den Jahren.

Besinnung auf das Wesentliche

Wir besinnen uns darauf, dass Gott auf diese Welt gekommen ist in einem Kind, weil Er uns zuerst geliebt hat. Arm und hilfsbedürftig, nicht als großer Herrscher, obwohl ER diese Welt in seinen Händen hält und wir darauf vertrauen dürfen, dass Er es zum Besten führen wird. Es folgt ein Vorschlag für einen Spruch, der auf eine solche Karte passen würde:

Leg deine Sorgen

in Gottes Hand

ER wird dir seinen Frieden

in dein Herz legen.

In diesem Vertrauen dürfen wir getrost vom alten ins neue Jahr gehen, denn

Von guten Mächten wunderbar geborgen ,

erwarten wir getrost, was kommen mag

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen  Tag.

Möge dieses Lied des unbeirrbaren Widerstandkämpfers Dietrich  Bonhoeffer Sie ins neue Jahr begleiten.

 

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